Stromrechnung falsch – was tun?

Der Schock kommt jährlich und für viele nicht unerwartet, aber dennoch ist niemand so richtig darauf vorbereitet. Wenn der Stromanbieter einmal im Jahr die Stromrechnung falsch durch kaputten StromzählerEndabrechnung schickt, stehen viele Verbraucher ratlos da. Nicht selten werden Nachzahlung gefordert, welche zunächst Unverständnis hervorrufen. Dies ist einerseits durch Preise zu erklären, welche bei gleichbleibenden Abschlagszahlungen mitten in der Vertragsperiode erhöht wurden. Eine gründliche Prüfung der Abrechnung lohnt sich aber dennoch: Nicht immer hat der Stromanbieter akkurat gearbeitet und hin und wieder stellt sich heraus, dass die Stromrechnung falsch ist.

Worauf Sie zuerst Acht geben sollten

Die klassischen Gründe für eine hohe Jahresendabrechnung sind eine zu geringe Abschlagszahlung oder der bereits erwähnte erhöhte Strompreis während des laufenden Vertragsjahres. Letzteres ist auf der Rechnung schnell ersichtlich und führt bei den meisten Verbrauchern zu einem zügigen Wechselwunsch. Aber Achtung: Sollten Sie den Stromanbieter wechseln wollen, achten Sie bei Ihrem neuen Anbieter auf die Preisgarantie. Im besten Fall umfasst diese bereits ein oder zwei Vertragsjahre. So erwarten Sie an dieser Stelle wenigstens keine bösen Überraschungen mehr. Zu geringe Abschlagszahlungen ergeben sich hingegen in der Regel aus dem prognostizierten und dem tatsächlichen Verbrauch. Daher sollten Sie dringend Ihre Zählerstände überprüfen und mit den Vertragsunterlagen abgleichen.

Wenn der Fehler beim Stromanbieter liegt

Die Zählerstände können des Weiteren auch falsch abgelesen worden sein. Zahlendreher beim Zählerstand sind ebenso möglich wie bei der Zählernummer. Weicht der Verbrauch laut Zählerstand hingegen deutlich von dem der vergangenen Jahre ab, kann der Zähler auch defekt sein. In diesem Fall haben Sie das Recht, den Stromzähler überprüfen zu lassen, müssen jedoch für die Überprüfung selbst aufkommen, sofern hier kein Fehler zu finden ist.

Ist die Stromrechnung falsch, können aber noch ganz andere Gründe dahinterstecken. Manchmal kann etwa ein einfacher Berechnungsfehler ursächlich für eine hohe Jahresendabrechnung sein. Außerdem kann nach dem falschen Tarifmodell abgerechnet worden sein. Sollten die Rechnung nicht nachvollziehbar sein, so ist der Stromanbieter verpflichtet, Ihnen diese zu erklären. Aber auch Verbraucherschutzzentralen können hier weiterhelfen.

Weitere Fehler in der Jahresendabrechnung können ferner durch fehlende Boni oder Abschlagszahlungen entstehen. Ersteres kann leicht anhand der Vertragsunterlagen überprüft werden und Letzteres mithilfe der Kontoauszüge der vergangenen zwölf Monate. Zu beachten ist hier, dass bei vielen Stromanbietern lediglich elf statt zwölf Abrechnungsmonate existieren.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Für viele wirkt der Papierwust, welcher einmal im Jahr als Jahresendabrechnung ins Haus geflattert kommt, erschlagend. Es ist allerdings ratsam, sich gründlich mit der Abrechnung auseinanderzusetzen. Nicht selten fällt einem dann nämlich auf, dass der Strompreis deutlich über dem Durchschnitt liegt. Ein Stromvergleich kann an dieser Stelle helfen, die Kosten dauerhaft zu senken, damit der Schock im nächsten Jahr ausbleibt.